Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Werke darf ohne Einwilligung des Autors in irgendeiner Form verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Copywright by Ines A. Kohm
Monster
Wenn des Nachts dich Angst beschleicht,
es zittern dir die Knie,
wenn deine Bettdecke nicht reicht:
dann deck dich zu mit Phantasie!
Monster, Monster, große, kleine
liebevolle und gemeine,
dünne, dicke,
schwabbelige,
oder auch mal stachelige
blau, rot, violett und grün.
Wie du sie willst! Kannst du sie sehn?
Wenn du des Nachts alleine bist
und hörst Geräusche wie noch nie,
schlaflos auf dem Bett rumsitzt:
dann deck dich zu mit Phantasie!
Monster, Monster, schmutzig, reine,
stinkend faule und ganz feine,
laute, leise,
ganz schneeweiße,
scharenweise.
Schmatzend, schluchzend, schön.
Wie du willst! Kannst du sie sehen?
Wenn du des Nachts hast dir erschaffen
dein eignes Monster, es ist gewiss:
dann kannst du dir auch überlegen,
was dein Monster trinkt und frisst:
Sabber, sabber, welch’ Geknabber!
Leberwurst im Baumwollmantel
und dazu
ein Stacheldrahtragout.
Sabber, sabber, welch Geschlabber!
Für den Durst gibt’s
Badewasser.
Meine Angst ist weg im Nu.
Jetzt kommst du!
Die kleine Sau
Frederike Ferkel ist eine kleine Sau
Sie liebt es rum zu ferkeln, das weiß sie zu genau.
Morgens schon am Frühstückstisch
Man traut den Augen nicht
Vermatscht sie ihre Haferflocken
und patscht in die Fressalien.
Später dann im Badezimmer
es geht ja noch viel schlimmer,
Putzt sie sich ihre Zähne immer
mit Pasta aus Italien.
Frederike Ferkel ist eine kleine Sau
Sie liebt es rum zu ferkeln, das weiß sie zu genau.
Danach haut sich die Frederike
Auf s Sofa und frisst Kekse, dicke
und schmatzt und rülpst , na bitte,
fast wie ein großes Schwein.
Am Abend dann, so ganz verdreckt
Legt sich die kleine Sau ins Bett.
Denkt sich: der Tag war wirklich nett.
Wie schön ist’s doch so ferkelig zu sein.
Gespenstisch
In Sutherland da lebte einst
ein Nachtgespenst, das war gar keins!
Und wenn der Kirchturm zwölf mal schlug,
ging’s dem Gespenst so gar nicht gut.
Es hatte Angst vor Dunkelheit,
wollt spuken nicht um diese Zeit!
Im Unterhemd es zitterte,
weil es Gespenster witterte.
Vor Angst wurd’ es ganz leichenblass,
gespenstern machte keinen Spaß!
Und dann, es war ’ne Neumondnacht
hat es sich aus dem Staub gemacht.
Schnurstracks flog es im Hemde
gen Osten, in die Fremde.
Man sagt, es lebt nun in Sibiren
Dort spukt es nicht, dort tut es frieren.
Kunigunde
Die kleine Hexe Kunigunde,
das ist jedem wohl bekannt,
ist berühmt für ihre Künste
und kann zaubern allerhand.
Jeden Montag hext sie fröhlich
runde Flecken auf ihr Kleid
und am Dienstag will sie immer
die Wanne vollgefüllt mit Himbeereis.
Mittwochs schwingt sie ihren Stab
und verplappert ihren Spruch
lauter Frösche im Salat,
dabei wollt' sie Apfelmus.
Die kleine Hexe Kunigunde,
das ist jedem wohl bekannt,
ist berühmt für ihre Künste
und kann zaubern allerhand.
Donnerstags soll es gewittern,
da will sie Blitze blitzen sehen
und die Wolken soll'n erzittern.
Sie findet das ganz wunderschön.
Am Freitag, weil er frei ist,
da hext sie sich ein Bett
von Marzipan und Lakritz
das findet sie ganz nett.
Die kleine Hexe Kunigunde,
das ist jedem wohl bekannt,
ist berühmt für ihre Künste
und kann zaubern allerhand.
Doch am Samstag weiß sie nicht mehr
was sie sich noch zaubern kann.
der Zauberstab liegt neben ihr,
ihr ist schlecht vom Marzipan.
Am Sonntag weiß sie, was ihr fehlt.
Vielleicht ist's ja ein Freund?
Doch der Zauberspruch er fehlt
da gibt's keinen auf der Welt.
Die kleine Hexe Kunigunde,
das ist jedem wohl bekannt,
ist berühmt für ihre Künste
und kann zaubern allerhand.
Vielleicht kannst du ja helfen?
Doch nicht mit einem Spruch.
kannst ihr ja mal erklären,
dass man nicht immer zaubern muß!
Tonar Nukkelspuk
Es war einmal ein Poltergeist,
verschlief die dunklen Nächte meist.
Erst wenn der Hahn fing an zu krähn,
sah man ihn aus dem Fenster spähn.
Und nach dem Zähneputzen dann,
zog er sein weisses Hemdchen an.
Er ging spazieren durch den Park.
Das Sonnenlicht fand er echt stark!
Er pflückte Blumen aus dem Gras,
auf Bäume klettern machte Spass!
Doch eines nachts, er träumte tief,
vernahm er nicht, was Papa rief.
“Tonar, mein Sohn, was schläfst du noch?
Du bist ein Poltergeist, los poch!” Die Mutter polterte vorm Bett:
“Nun mach schon Krach und sei nicht nett!”
Dem Tonar war das voll egal,
er träumte grad vom Sonnenstrahl.
Am andren Morgen sah man ihn
dann wieder durch die Wiese ziehn.
Und jede Nacht sprach Vater meist:
“Los poch! Du bist ein Poltergeist!”
Und Mutter stöhnte immer: WAch!
Sei bös, mein Sohn und mach schön Krach!”
Die Eltern schlossen einen Pakt:
“Dann poltern wir in einem Takt,
zusammen nur am Wochenend”
Nur hat das Tonar auch verpennt.
Vielleicht hast du ja Lust auf Krach?
Dann polter doch mal, bitte, mach!
Mal sehn, was deine Eltern sagen,
ob sie das Poltern wohl vertragen?
